Moorsiedlung Hunte 1, Archäologische Stätte in Lembruch, Deutschland
Hunte 1 ist eine archäologische Stätte in Lembruch, Deutschland, die eine jungsteinzeitliche Siedlung mit Spuren von Holzgebäuden zeigt. Die ovale Anlage aus Pfostenlöchern und einer Palisade erstreckt sich über mehrere Dutzend Meter und liegt in der Nähe des Dümmer-Sees im Naturschutzgebiet.
Die Besiedlung begann vor etwa 5200 Jahren und dauerte mehr als tausend Jahre, während derer verschiedene jungsteinzeitliche Kulturen die Stelle nutzten. Archäologische Ausgrabungen Ende der 1930er Jahre legten Pfostenlöcher, Werkzeuge und organische Überreste frei, die heute in Museen verwahrt werden.
Der Name Hunte 1 leitet sich vom nahen Fluss Hunte ab, der durch die Region fließt und die Gegend seit Jahrhunderten prägt. Die ausgegrabenen Tierknochen und Werkzeuge zeigen, wie die Bewohner von Fischfang, Jagd und einfacher Landwirtschaft lebten und ihre Siedlung organisierten.
Die Fundstelle liegt innerhalb eines Naturschutzgebietes nördlich der Landstraße, etwa einen Kilometer vom Dümmer-See entfernt. Die sumpfige Umgebung und die fehlende Beschilderung machen einen Besuch schwierig, daher empfiehlt sich ein Museumsbesuch zur Besichtigung der Funde.
Unter den menschlichen Überresten fanden die Forscher Schädel mit chirurgischen Eingriffen, bei denen Knochenstücke entfernt wurden. Diese Operationen wurden bereits in der Jungsteinzeit durchgeführt und viele Patienten überlebten den Eingriff, wie verheilte Ränder zeigen.
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