Amtsgericht Oerlinghausen, Historisches Gericht in Oerlinghausen, Deutschland
Hauptstraße 32 ist ein zweistöckiges Gerichtsgebäude in Oerlinghausen mit symmetrischen Fenstern, klassischen deutschen Architekturmerkmalen und einem zentralen Eingang, der über Steinstufen erreichbar ist. Die Fassade zeigt die typische Nüchternheit und Formalität, die in Verwaltungsbauten des 19. Jahrhunderts üblich war.
Das Gebäude war ab 1829 als Amtshaus des Amtes Oerlinghausen im ehemaligen Pfarrgarten geplant; nachdem der feuchte Standort gegenüber verworfen wurde, fertigte Ferdinand Wilhelm Brune ab 1835 die Pläne. Fürst Leopold genehmigte sie am 2. Juni 1838, gebaut wurde 1838 bis 1839 für 4820 Taler. Von 1879 bis 1979 diente es dem Amtsgericht Oerlinghausen.
Das Gebäude zeigt die Bauweise, die Beamten und Richter des 19. Jahrhunderts für wichtig hielten, mit großen Fenstern, um natürliches Licht in die Büros und Gerichtsräume zu bringen. Die solide Konstruktion und die zentrale Lage in der Hauptstraße verdeutlichen, wie bedeutsam die Justiz für das städtische Leben war.
Das Gebäude steht an der Nordseite der Hauptstraße, nicht an einer Ecke; seine 22,98 Meter breite Fassade liegt direkt an der Straße. Die zentrale Freitreppe und das gequaderte Erdgeschoss sind am besten von der gegenüberliegenden Gehwegseite zu sehen. Das Haus wird genutzt und ist nicht öffentlich zugänglich; eine Besichtigung ist nur von außen möglich.
Das Gebäude wurde 1838 bis 1839 für 4.820 Taler errichtet, nachdem Fürst Leopold am 2. Juni 1838 die Pläne genehmigt hatte. Für die Verbreiterung um drei Fuß wurde dem angrenzenden Gastwirt Nagel ein Landstreifen für 68 Taler abgekauft.
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