St. Barbara, Katholische Kirche in Lindhorst, Deutschland
St. Barbara in Lindhorst ist eine katholische Kirche, die nach Plänen von Bernhard und Georg Lippsmeier erbaut wurde, mit einem freistehenden Glockenturm, der von einem Wetterhahn bekrönt wird. Ihr Kirchenschiff hat den Grundriss eines gleichschenkligen Trapezes und ist mit einem Dach aus fünf in Längsrichtung verlaufenden Betontonnen in Zeiss-Dywidag-Schalenbauweise gedeckt, die auch im Innenraum sichtbar sind. Ein Portal an der Südseite erschließt die Kirche; Pfarrhaus und Gemeinderäume sind an die Westseite angebaut.
Nach der Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950 ließen sich wieder mehr Katholiken in Lindhorst nieder; ihre Gottesdienste fanden zunächst in der evangelischen St.-Dionysius-Kirche statt. Der Steinkohlenbergbau in Beckedorf und Lüdersfeld bot den Neuzugezogenen Arbeit. 1953 begannen die Planungen für St. Barbara, am 19. September 1956 wurde der Grundstein gelegt, am 20. Oktober 1957 die Kirche geweiht.
Die Kirche ist dem Hl. Barbara gewidmet, der Schutzpatronin der Bergleute, da viele katholische Vertriebene in der Nachkriegszeit hierher kamen. Der Name spiegelt die Geschichte der Menschen wider, die diese Gemeinde gegründet haben.
Die Kirche steht an der Kirchstraße 7; Pfarrhaus und Gemeinderäume sind an die Westseite des Kirchenschiffs angebaut. Der Zugang erfolgt über ein Portal an der Südseite. Seit 2012 ist St. Barbara Filialkirche der Pfarrei St. Joseph in Stadthagen, an die sich Anfragen zu Besichtigungen richten.
Im Inneren der Kirche befindet sich ein farbiges Bleiglasfenster des Künstlers Paul König aus dem Jahr 1983, das die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt. Dieses Kunstwerk belebt das Innenlicht der Kirche und ist ein Blickfang für Besucher.
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