Sommerhäuser auf Hiddensee, Architektonische Sommerhäuser in Hiddensee, Deutschland
Die Häuser in Hiddensee sind vier expressionistische Sommerresidenzen im Ortsteil Vitte, die sich durch geschwungene Ecken, rote Ziegeldächer und farbige Fassaden auszeichnen. Die Bauten stehen am Weg Zum Seglerhafen und bilden zusammen ein Ensemble, das unter Denkmalschutz steht und bis heute gut erhalten ist.
Der Architekt Max Taut entwarf die Häuser zwischen 1922 und 1925 als private Sommerresidenzen für Künstler und Schauspieler der Weimarer Republik. Das Haus Karusel wurde 1928 von der Stummfilmschauspielerin Asta Nielsen erworben, die dort mehrere Sommer verbrachte.
Die Namen der vier Häuser stammen aus der Seefahrt und erinnern an maritime Elemente wie Wind und Bewegung, was sich auch in den geschwungenen Formen der Fassaden widerspiegelt. Besucher erkennen die runden Ecken und die farbigen Anstriche, die sich deutlich von den schlichten weißen Fischerhäusern abheben, als Ausdruck einer neuen künstlerischen Haltung nach dem Ersten Weltkrieg.
Die Häuser stehen entlang des Hafenwegs und können von außen besichtigt werden, da sie sich in Privatbesitz befinden. Ein Rundgang durch Vitte lässt sich gut zu Fuß bewältigen, da die Insel autofrei ist und alle Wege nah beieinander liegen.
Das Haus Karusel trägt seinen Namen aufgrund der runden Form, die an ein Karussell erinnert, und zeigt blau-weiße Streifen, die an Strandkörbe denken lassen. Die Fledermausgauben auf dem Dach sind ein seltenes Detail, das man nur bei wenigen Bauten dieser Epoche findet.
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