Haus Lohmann, Fachwerkhaus in Brinkum, Stuhr, Deutschland
Haus Lohmann ist ein eingeschossiges, verklinkertes Fachwerkhaus am Bremer Straße 29 in Brinkum, Stuhr. Es wurde 1834 als Zweiständer-Hallenhaus errichtet, ist 10 mal 23 Meter groß und besitzt ein reetgedecktes Krüppelwalmdach mit Uhlenloch, Stein-Ausfachungen, markante Streben im Giebel und eine Groten Dör. Die Gliederung umfasst eine Diele mit Ställen, ein Fleet und einen Wohnbereich.
Um 1530 ist an diesem Standort ein Bauernhof belegt, zunächst der Familie Fassmer, dann Buschmann, später Lohmann. Das Haus brannte 1729 beim großen Brand in Brinkum ab und wurde wieder aufgebaut; das heutige Zweiständer-Hallenhaus stammt von 1834 und gehörte der Frachtfahrerfamilie Lohmann. Die Gemeinde Stuhr sanierte es von 1990 bis 1994.
Seit 1994 dient das Haus als Seniorenbegegnungsstätte, nachdem die Gemeinde Stuhr es von 1990 bis 1994 saniert hatte. Der Name Lohmann erinnert an die Frachtfahrerfamilie, die den Hof besaß; Frachtfahrer waren Landwirte, die im Nebenerwerb Waren transportierten. Die frühere Diele ist heute Tagungsraum, und aus dem alten Wohnbereich, dem Dönzen, wurde ein Gruppenraum mit neuer Küche.
Das Haus Lohmann steht in Brinkum, Bremer Straße 29, an der alten Heerstraße nach Osnabrück, Minden und Hannover. Der Zugang liegt auf der Straßenseite; die Rückwand wurde später in Mauerwerk erneuert. Seit 1994 dient es als Seniorenbegegnungsstätte der Gemeinde, die Räume werden also für Tagesveranstaltungen genutzt und nicht als Museum.
Die Groten Dör, das große Einfahrtstor, war breit genug für beladene Frachtwagen; die Familie Lohmann waren Frachtfahrer, also Landwirte, die im Nebenerwerb Waren transportierten. Das Dach trägt noch ein Uhlenloch, eine Öffnung für Eulen, der Giebel seine markanten Streben.
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