Franziskanerkloster Marienthal, Franziskanerkloster in Marienthal, Deutschland
Kloster Marienthal ist eine Niederlassung der Franziskaner bei der Wallfahrtskirche Marienthal im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen. Die Anlage liegt auf einer Lichtung in etwa 200 m Höhe, durchflossen vom Elsterbach, und ist über die Kreisstraße 984 mit dem Geisenheimer Stadtteil Marienthal verbunden. Die 1330 geweihte Kirche blieb erhalten, nachdem ihr 1782 begonnener Abbruch eingestellt worden war.
Das Kloster wurde im Mittelalter gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen religiösen Zentrum der Region. Im 15. Jahrhundert richteten die Brüder vom Gemeinsamen Leben hier eine Druckerei ein, die zu den frühesten im deutschsprachigen Raum gehörte.
Die Wallfahrt begann 1309 mit der Heilung des blinden Jägers Hecker Henn, der im Wald vor einem Marienbild betete; die von ihm verehrte Pietà steht bis heute im Mittelpunkt der Verehrung. 1773 wurde das Gnadenbild in die Geisenheimer Pfarrkirche übertragen und am 8. September 1858, dem Fest Mariä Geburt, von mehreren tausend Pilgern begleitet zurückgebracht. Seit 1873 versehen Franziskaner die Pilgerseelsorge, unterbrochen während des Kulturkampfs.
Das Kloster Marienthal liegt auf einer Lichtung in etwa 200 m Höhe im Rheingau-Taunus-Kreis und ist über die Kreisstraße 984 vom Geisenheimer Stadtteil Marienthal aus erreichbar. Der Elsterbach fließt durch das Gelände. Die Franziskaner, 2025 noch sieben ältere Ordensmitglieder, verlassen das Kloster im August 2026; klären Sie den Zugang vor einem Besuch.
Die Brüder vom gemeinsamen Leben betrieben hier ab 1463 eine Druckerei, die siebte überhaupt, nur 28 Jahre nach Gutenbergs Erfindung. Sie trug den wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinschaft, bis die Fraterherren Marienthal um 1550 aufgaben.
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