Fort Rüstersiel, Militärische Festung im Stadtteil Rüstersiel, Wilhelmshaven, Deutschland.
Fort Rüstersiel ist eine Festung in Wilhelmshaven, die sich etwa 420 Meter in Richtung Nordosten erstreckt und von einem etwa 70 Meter breiten Graben umgeben ist. Die Mauern erreichen Höhen von etwa 6 Metern und zeigen noch heute sichtbare Ziegelbauweisen und Kasemat-Strukturen entlang der Nordseite.
Die Festung wurde 1876 begonnen und 1880 abgeschlossen und diente als wichtiges Verteidigungsbauwerk für die deutsche Kriegsmarine. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb sie unter Versailler Bedingungen technisch unverändert und wurde später als Munitionslager genutzt.
Das Gelände beherbergt seit 1966 das Institut für Vogelforschung, das Vogelwarte Helgoland, wo Wissenschaftler die Vogelwanderung und das Verhalten von Seevögeln untersuchen. Besucher können die Verbindung zwischen dem historischen Ort und seiner heutigen Rolle in der Naturforschung erkennen.
Der Fort ist leicht zu erreichen und die äußeren Strukturen können von mehreren Seiten erkundet werden, insbesondere über die Straße Möwenstraße, die zu den benachbarten Befestigungen führt. Gutes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände uneben sein kann und das Wetter an der Küste wechselhaft ist.
Das Gelände war eines der wenigen deutschen Forts, das nach dem Ersten Weltkrieg physisch unzerstört blieb, aber durch internationale Vereinbarungen nicht modernisiert werden durfte. Dies macht es zu einem seltenen Beispiel einer im Wesentlichen unveränderten Festung aus der Kaiserzeit.
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