Berliner Eispalast, Sportkomplex in Schöneberg, Deutschland
Der Berliner Eispalast war ein Sportgebäude in Schöneberg mit einer 2000 Quadratmeter großen Eisfläche und Platz für etwa 4500 Besucher in der Haupthalle. Die künstliche Eisoberfläche wurde durch spezielle Kühlsysteme der Borsig-Fabrik gewartet, die eigens einen Eisbetrieb einrichtete.
Das von Architekt Walter Hentschel entworfene Gebäude eröffnete am 31. August 1908 und wurde während der Luftanschläge von 1943 im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Der Krieg führte zur Zerstörung dieses wichtigen Berliner Vergnügungsortes.
Das Gebäude wechselte 1920 von einem Eissportort zu einem Varieté namens Scala und spiegelte damit Berlins Wandel in der Unterhaltungskultur wider. Dieser Übergang zeigt, wie Veranstaltungsorte sich an neue Publikumsinteressen anpassten.
Das Gelände lag an der Lutherstraße 20-24 und war mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, wie es für ein großes Vergnügungsgebäude typisch war. Besucher sollten beachten, dass das historische Gebäude heute nicht mehr existiert und nur noch als architektonische Erinnerung in Schöneberg nachwirkt.
Während des Ersten Weltkriegs wurden die Hallen des Komplexes genutzt, um Fleischbestände zu lagern und so die Stadt zu versorgen. Diese ungewöhnliche Nutzung zeigt, wie Berliner Gebäude während Kriegszeiten für völlig unterschiedliche Zwecke umfunktioniert wurden.
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