Schloss Ahlsdorf, Barockschloss in Schönewalde, Deutschland
Schloss Ahlsdorf ist ein zweigeschossiger, winkelförmiger Putzbau mit Mansardwalmdach, der gegenüber der Dorfstraße hinter einem Wirtschaftshof zurückgesetzt liegt. Der ostwestliche Hauptflügel entstand 1709, der nordsüdliche Flügel wurde um 1720 angefügt. Ein Sandsteinportal mit Wappenschlussstein von 1709 akzentuiert den Hofeingang, östlich schließt sich eine weiträumige Parkanlage an.
An dieser Stelle stand bereits 1428 ein befestigtes Adelssitz, das heutige Hauptgebäude wurde aber 1709 neu errichtet. Der Umbau fand unter Anton Friedrich von Seyffertitz statt, der dem Schloss seine heutige barocke Gestalt gab.
Das Schloss zeigt im Inneren originale Stuckdecken und Wandteppiche, die den Geschmack der frühen Adeligen dieser Zeit widerspiegeln. Diese handwerklichen Details sind heute noch sichtbar und erzählen von der Lebensweise der früheren Bewohner.
Das Schloss liegt östlich der Dorfstraße, deutlich gegenüber dem Anger zurückgesetzt und durch den vorgelagerten Wirtschaftshof vom Ort getrennt; im Osten schließt sich der Park an. Es ist in Privatbesitz und wird für Hochzeiten und Veranstaltungen vermietet, der Zugang hängt also von der Buchung ab. Terrasse und Wirtschaftshof erlauben den nächsten Blick auf die Fassaden.
Die Initialen AFVS und die Jahreszahl 1709 finden sich im Stuck des Saals über der Eingangsdiele; sie stehen für Anton Friedrich von Seyffertitz, den Erbauer des Hauptflügels. An der Terrassenmauer zeigt ein mit »LH« signiertes Relief einen trinkenden, in einer Grotte knienden Knaben; es wurde nach 1945 angebracht.
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