St. Willibrord, Katholische Kirche in Euchen, Deutschland
St. Willibrord ist eine katholische Kirche aus rotem Backstein in Euchen; ihr vorderer Giebel liegt rechts und hat ein großes dreiteiliges Rundbogenfenster. An der Ecke zwischen Giebel und Seitenschiff steht ein runder Treppenturm mit Kegeldach; das niedrigere Seitenschiff zieht sich nach links unter grauem Schiefer und wird von Rundbogenfenstern mit hellem Steinrahmen durchbrochen. Ein bogenförmiger Eingang mit dunkler Doppeltür öffnet sich an der Stirnseite des Seitenschiffs, und eine quadratische Backsteinmauer mit Steinabdeckung verläuft im Vordergrund.
Um 1300 gehörte die Kapelle in Euchen laut dem Liber valoris zur Mutterkirche in Broich. 1725 wurden das Kapellengebäude und Teile des Turms abgebrochen; an gleicher Stelle entstand eine schlichte Barockhalle mit fünf Jochen und geradem Chorabschluss, die mit dem Aachener Baumeister Laurenz Mefferdatis in Verbindung gebracht wird. Am 12. April 1905 wurde St. Willibrord wieder eigenständige Pfarre; 1912 wich das letzte Joch einem Querschiff, einem großen Chor mit Apsis und einer neuen Sakristei von Joseph Buchkremer, geweiht 1916. Nach schweren Schäden im Oktober und November 1944 wurde die Kirche Ostern 1966 wiedereröffnet.
Das Apsisgemälde Christi, geschaffen vom Künstler Philipp Schumacher im Jahr 1924, wurde 1985 nach Kriegsschäden restauriert.
St. Willibrord steht in Euchen, einem Stadtteil von Würselen, in der Pfarrei St. Sebastian Würselen im Bistum Aachen. Die Kirche ist als Baudenkmal (Nr. A 09/K) eingetragen; der umliegende Friedhof war bereits 1711, als er kartiert wurde, der einzige Begräbnisplatz im Kirchspiel Broich. Der Backsteinbau wird von der Friedhofsmauer her betreten, wo der Eingang des Seitenschiffs mit seiner dunklen Doppeltür zum Weg weist.
Im Turm sind römische Ziegel und Steine vermauert; er ist wohl der älteste Teil, vermutlich aus dem frühen 13. Jahrhundert. Die Kirche ist als Baudenkmal A 09/K in Würselen eingetragen. Die Apsisausmalung mit dem thronenden Christus von Philipp Schumacher (1924) wurde nach Schäden von 1944 weiß überstrichen und 1985 restauriert.
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