Kettenbrücke, Fußgängerbrücke in Bamberg, Deutschland
Die Kettenbrücke ist eine Fußgängerbrücke über einen Flussarm der Regnitz in zentralem Bamberg, die zwei Straßenseiten miteinander verbindet. Sie misst etwa 73 Meter Länge und 15 Meter Breite, während die aktuelle Konstruktion aus den Jahren 2009 und 2010 stammt.
1312 ist hier eine hölzerne Jochbrücke namens sespruck urkundlich belegt. Balthasar Neumann plante die steinerne Seesbrücke mit vier Rundbögen, erbaut 1752 bis 1757 und am 27. Februar 1784 durch den Eisstoß zerstört. 1809 folgte die hölzerne Brücke von Carl Friedrich von Wiebeking, dann Franz Jos. Schierlingers schmiedeeiserne Kettenbrücke mit Pylonen von Leo von Klenze, eröffnet am 31. Dezember 1829 als Ludwigsbrücke.
Die Brücke befindet sich im UNESCO-Weltkulturerbe der Bamberger Altstadt und verbindet zwei Stadtteile auf direktem Weg. Mit ihrer schlichten Form fügt sie sich in die historische Umgebung ein, ohne die alten Gebäude und Gassen zu dominieren.
Diese Brücke ist für Fußgänger zugänglich und verbindet den Stadtkern direkt mit angrenzenden Straßen auf beiden Seiten. Der Weg über das Bauwerk ist eben und breit genug, um komfortabel zu gehen, selbst wenn mehrere Personen gleichzeitig unterwegs sind.
Die örtliche Überlieferung, diese Brücke habe John Augustus Roebling für die Brooklyn Bridge als Vorbild gedient, ist widerlegt: Roebling machte 1826 in Berlin sein Examen, bevor die Bamberger Kette am 31. Dezember 1829 eröffnet wurde, und die Entwicklung bis 1869–1883 schließt frühe deutsche Brücken als Vorbilder aus. Heute ist die Brücke ein Anziehungspunkt für Liebesschlösser.
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