Kriegsschule Anklam, Militärische Bildungseinrichtung in Anklam, Deutschland.
Die Kriegsschule Anklam ist ein Gebäudekomplex mit drei eigenständigen, vierstöckigen Flügeln, die durch 27 Fensterachsen strukturiert werden. Die Fassade besteht aus gelbem Klinkerstein und zeigt durchgehend verzierte Gesimse, die dem Bauwerk sein charakteristisches Aussehen geben.
Der Komplex entstand 1871 nach Plänen von Friedrich August Stüler und war eine von zehn königlich-preußischen Militärschulen zur Offiziersausbildung. Im 20. Jahrhundert diente das Gebäude verschiedenen Zwecken, bevor es nach 1990 lange Zeit leerstand.
Das Gebäude zeigt die handwerkliche Tradition preußischer Kasernenarchitektur mit seinen gelben Klinkersteinen und dekorierten Gesimsen, die bis heute das Stadtbild prägen. Diese Materialwahl und Gestaltung waren typisch für militärische Bauten dieser Epoche und spiegeln den Standard wider, den man für Offiziersausbildung damals setzte.
Das Gebäude wird derzeit in 72 Wohneinheiten umgewandelt, von denen 62 als öffentlich geförderte Wohnungen mit Mietpreisbindung entstehen. Besucher sollten beachten, dass sich die Anlage während der Umbauarbeiten in einer Umbruchphase befindet.
Das Gelände hatte nach der Auflösung der Militärschule ein wechselvolles Schicksal: Es fungierte als Schraubenfabrik und später als Geflügelschlachterei während der DDR-Zeit. Diese industrielle Nutzung hat trotz der Umwandlungen wenig sichtbare Spuren in der Bausubstanz hinterlassen.
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