Hänigser Bockwindmühle, Bockwindmühle in Uetze, Niedersachsen, Deutschland
Die Hänigser Bockwindmühle ist eine Bockwindmühle auf einer leichten Anhöhe westlich von Hänigsen, in Uetze. Sie weist eine senkrechte Holzverkleidung, kastenförmige Anbauten auf beiden Seiten und ein mit Holzschindeln gedecktes Dach auf. Im Inneren befinden sich ein Mahlgang und ein Schrotgang; die Jalousieflügel ersetzten 1989 die Segelgatterflügel.
1704 erhielt der herzogliche Oberförster Casper Wissel vom Celler Herzog Georg Wilhelm die Genehmigung zum Bau einer Windmühle in Hänigsen. Dagegen wehrten sich die Wind- und Wassermühlenbesitzer in Burgdorf, Dachtmissen, Uetze und Wathlingen. Errichtet wurde die Bockwindmühle wohl 1705/1706 auf einer leichten Anhöhe westlich des Ortes, nach anderen Angaben 1704. Danach hatte sie 14 Pächter und war von 1864 bis 1932 stillgelegt.
Die Mühle stellt Mehl für örtliche Bäckereien her, das zur Herstellung des traditionellen Hänser Brots verwendet wird. Diese Verbindung zwischen Mahlen und lokaler Lebensmittelproduktion ist bis heute lebendig.
Die Mühle kann während des deutschen Mühlentags besichtigt werden, der jährlich am ersten Sonntag im September stattfindet. Führungen sind nach Vereinbarung auch zu anderen Zeiten möglich.
Der Bock war ursprünglich offen und ist heute umbaut. Die heutigen Jalousieflügel ersetzten die bis 1989 vorhandenen Segelgatterflügel, und seit 2008 gehört das Mühlengrundstück zu einem angrenzenden Altenheim.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.408 Mitwirkenden weltweit.