Weserbrücke, Straßenbrücke in Eisbergen, Deutschland
Die Weserbrücke Eisbergen, offiziell Landrat-Petersen-Brücke, ist eine 148 Meter lange Auslegerbrücke in Stahlfachwerk über die Weser. Sie ruht auf zwei Betonpfeilern und trägt eine Betonfahrbahn; sie verbindet Eisbergen mit den Fluren und Möllenbeck in Niedersachsen. 1968 wurde sie verbreitert und erhielt beidseitige Fußwege.
Die Planungen begannen 1909, der Erste Weltkrieg verhinderte 1914 den Baubeginn; gebaut wurde ab Oktober 1919, eingeweiht am 13. Dezember 1920, finanziell beteiligt waren Eisberger Landwirte mit Land auf der anderen Weserseite. Am 3. April 1945 sprengten deutsche Pioniere die nur leicht beschädigte Brücke; 1946 wurde sie wiederhergestellt, an einigen Verstrebungen sind noch Manschetten zu sehen. Die Restaurierung 1968/69 verstärkte die Trägerkonstruktion für 30 statt 12 Tonnen.
Die Brücke heißt offiziell Landrat-Petersen-Brücke nach Erich Petersen, dem Mindener Landrat, der sich für ihren Bau einsetzte. Bis 1920 verkehrte hier eine Tiefseilfähre, die wegen der Behinderung des aufstrebenden Schiffsverkehrs kritisiert wurde. Das 1925 errichtete Zollhäuschen diente nebenher als Getränkeausschank und Friseurgeschäft.
Wegen Bauschäden ist die Brücke für Lkw ab 3,5 Tonnen gesperrt; 2022 war eine Sanierung beabsichtigt, doch die Betonpfeiler haben Risse und die Widerlager müssen ersetzt werden. Die Verbreiterung von 1968/69 schuf auf beiden Seiten einen Fußweg, sodass Fußgänger und Radfahrer weiterhin neben dem Verkehr queren können.
In der Nähe steht eine Holzskulptur namens 'Die Milchmagd', die an Frauen erinnert, die zwischen 1820 und 1970 täglich über den Fluss setzten, um auf der anderen Seite Kühe zu melken. Diese Figur hält die Erinnerung an eine Lebensweise wach, in der Arbeit und Flussüberquerung zum täglichen Rhythmus gehörten.
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