Fort Elize Carthago, Niederländisches Kolonialfort am Ankobra-Fluss, Ghana.
Fort Elize Carthago liegt auf einem Hügel an der Mündung des Ankobra-Flusses und bietet Ausblicke auf die Küstenlinie des Golfs von Guinea. Die Festungsruinen sind in Stein errichtet und zeigen die einstige militärische Struktur an diesem strategisch wichtigen Flussübergang.
Die Niederländische Westindische Kompanie errichtete die Festung 1702, um Handelsrouten zu schützen und Zölle von Schiffen zu erheben, die den Ankobra-Fluss nutzten. Die Anlage wurde 1712 von John Conny zerstört und danach nicht wiederaufgebaut.
Die Festung entstand auf Wunsch der lokalen Azane-Bevölkerung und zeigt eine Phase der Zusammenarbeit zwischen niederländischen Händlern und Küstengemeinden. Die Namensgebung verweist auf antike Verbindungen, die von europäischen Kolonisten romantisiert wurden.
Die Festungsruinen sind über einen Pfad vom Ankobra Beach Hotel aus erreichbar, und geführte Touren sind das ganze Jahr über verfügbar. Der Weg zur Anlage ist wetterbedingten Veränderungen unterworfen, daher ist es ratsam, sich vorher nach den aktuellen Bedingungen zu erkundigen.
Archäologische Ausgrabungen in den Jahren 1999 und 2011 brachten Artefakte aus der kurzen Betriebszeit der Anlage ans Licht. Diese Funde geben Einblick in den Alltag der europäischen und afrikanischen Bewohner während der frühen Kolonialzeit.
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