Fort São Jorge da Mina, Portugiesisches Kolonialfort in Elmina, Ghana.
Elmina Castle ist eine weiße Steinanlage auf einem schmalen Vorsprung zwischen dem Atlantik und dem Benya River in Ghana, mit hohen Mauern und mehreren Türmen zum Schutz der Besatzung. Enge Gänge verbinden die Räume im Inneren, während die oberen Etagen Ausblicke auf das Meer und das Flussufer bieten.
Händler aus Portugal errichteten die Anlage 1482 als erstes europäisches Bauwerk südlich der Sahara, ursprünglich für den Handel mit Gold gedacht. Später wechselte sie mehrmals den Besitzer zwischen Niederländern und Briten und wurde ab dem 17. Jahrhundert für den Sklavenhandel genutzt.
Auf dem Weg durch die alte Anlage erkennen Gäste Namen, die frühere Besatzer an Mauern geschrieben haben, sowie Inschriften und Kreuze an den Wänden. Die Kapelle im Innenhof wurde für die Garnison gebaut und diente nur den Europäern, während Gefangene in den Stockwerken darunter kein Tageslicht sahen.
Besichtigungen finden täglich von 9 bis 16:30 Uhr statt und führen durch Kellerräume, Zellen und die historische Tür ohne Wiederkehr. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde, wobei festes Schuhwerk wegen des unebenen Bodens ratsam ist.
Neben den Haupträumen liegen kleine Kammern, die einst als Lagerräume für Handelswaren dienten und heute noch ihre originalen Steinbögen zeigen. Besucher bemerken oft, dass die Wände unterschiedliche Dicken haben, je nachdem, ob sie zur See oder zum Land gewandt sind.
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