Cape Coast Castle, Historische Festung in Cape Coast, Ghana
Das Cape Coast Castle ist eine weiß getünchte Steinfortifikation an der Küste von Cape Coast mit einer breiten gepflasterten Terrasse, die von schwarzen Eisenkanonen auf weißen Betonblöcken gesäumt wird, daneben ein Haufen Kanonenkugeln. Der Hauptbau hat eine verwitterte weiße Fassade, grüne Fensterläden und ein rotes Ziegeldach; ein höherer Block mit Bogenportal und zwei geschwungenen Treppen mit weißen Balustraden steht auf dem unebenen Steinpflaster.
Ab 1555 stand hier ein portugiesischer Handelsstützpunkt namens Cabo Corso. 1653 errichtete die Schwedische Afrikakompanie ein Holzfort namens Carolusborg; die einheimischen Fetu eroberten es 1660–1663, und es ging 1659 an Dänemark und 1665 an Großbritannien. Am 28. März 1722 wurden hier 95 Besatzungsmitglieder von Bartholomew Roberts wegen Piraterie verurteilt, 52 davon zum Tod durch Hängen.
Der Ghana Heritage Trust betreibt im Schloss ein Museum zur Geschichte des Sklavenhandels an der ehemaligen Goldküste. Der Name des Schlosses geht auf Cabo Corso zurück, portugiesisch für „kurzes Kap“, den der Handelsposten von 1555 trug. Besucher gehen durch die in den Fels unter dem Exerzierplatz gehauenen Verliese, in denen Gefangene festgehalten wurden, bevor man sie durch einen schmalen Kellergang zum Strand brachte.
Führungen durch die Festung finden täglich von 9 bis 16:30 Uhr statt und ermöglichen Besuchern, die Verliese, Türme und Museumsabschnitte mit Fachführern zu erkunden. Die unterirdischen Bereiche können eng und dunkel sein, daher sollten Besucher festes Schuhwerk tragen und auf unebene Stufen achten.
Am 28. März 1722 fand auf Cape Coast Castle einer der aufsehenerregendsten Piraterieprozesse der britischen Admiralitätsgeschichte statt: 95 Seeleute von Bartholomew Roberts wurden schuldig gesprochen, 52 zum Tod durch Erhängen verurteilt. Die Verliese wurden in den Fels unter dem Exerzierplatz gehauen; ihr Baujahr ist nicht überliefert.
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