Fort Nassau, Niederländisches Kolonialfort in Moree, Ghana
Fort Nassau steht als Ruine bei Moree in der Central Region. Die Niederländer ließen alle Ziegel aus den Niederlanden heranschaffen und errichteten es nach einheimischer Manier, da sie mit tropischer Bauweise wenig vertraut waren; das Ergebnis war ein schlecht durchlüfteter, ungesunder Bau. Es war das erste niederländische Fort an der Goldküste.
Niederländische Händler errichteten 1612 unter Jacob Clantius eine befestigte Faktorei in Mouri, nachdem ihre Station 1610 niedergebrannt und der Vertrag von Asebu geschlossen worden war. Die Niederländische Westindien-Kompanie übernahm und vergrößerte sie 1624. Bis zur Eroberung Elminas 1637 war sie Hauptquartier der Niederländischen Goldküste. 1782 und endgültig 1868 nahmen die Briten das Fort ein.
Das Fort trägt den Namen des Hauses Nassau, der Dynastie der niederländischen Statthalter. Es liegt bei Moree in der Central Region und wurde 1979 zusammen mit mehreren anderen Burgen und Forts in Ghana in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 1645 umfasste seine Besatzung 32 Mann, einen Arzt, einen Kupferschmied und 156 Sklaven.
Fort Nassau steht als Ruine bei Moree in der Central Region; die erhaltenen Mauern erreicht man zu Fuß vom Dorf aus. Die Stätte ist kein betreutes Museum und hat daher keine festen Öffnungszeiten; fragen Sie vor Ort, bevor Sie aufbrechen. Da das Fort Anfang des 19. Jahrhunderts mehrere Jahre aufgegeben war und mehrfach den Besitzer wechselte, sind verwitterte Mauern statt intakter Räume zu erwarten.
Die Ziegel für Fort Nassau wurden vollständig aus den Niederlanden herbeigeschafft, damit die Portugiesen keinen Vorwand hatten, sich in den Bau einzumischen. Die mit dem Bauen in den Tropen wenig vertrauten Niederländer errichteten das Fort ganz nach einheimischer Manier, und es galt als ungesund und schlecht durchlüftet. 1645 zählte die Besatzung 32 Mann unter einem Garnisonskommandanten sowie einen Arzt, einen Kupferschmied und 156 Sklaven.
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