Fort William, Britisches Kolonialfort in Anomabu, Ghana.
Fort William ist eine weiß getünchte Stein- und Ziegelfestung in Anomabu, deren lange Mauer eine bogige Tür mit einem Wappen und einer Tafel mit der Aufschrift „1482“ hat. Die Briten begannen 1753 mit dem Bau nach einem Entwurf des Militäringenieurs John Apperly; Richard Brew vollendete ihn 1760. Brodie Cruickshank fügte in den 1830er Jahren ein Stockwerk zum Hauptgebäude hinzu.
Die Festung wurde 1753 erbaut, nachdem die vorherige Anlage zerstört worden war, um französische Besatzung zu verhindern. In den 1830er Jahren wurde sie strukturell verändert und erhielt ihren heutigen Namen.
Der Name des Forts geht auf König Wilhelm IV. zurück: Kommandant Brodie Cruickshank ließ in den 1830er Jahren ein Stockwerk aufsetzen und benannte es um; zuvor hieß es Fort Anomabo. Zu den belegten Bewohnern zählen Venture Smith und William Ansah Sessarakoo, beide mit dem atlantischen Sklavenhandel verbunden. Die gut erhaltenen Reste des Forts sind noch zu sehen.
Fort William liegt am östlichen Ortsrand von Anomabu, etwa 12 km östlich von Cape Coast an der Küstenstraße, und ist vom Ortszentrum zu Fuß erreichbar. Über dem gewölbten Eingang steht die Jahreszahl 1482, und niedrige Steinblöcke säumen den Fuß der weiß getünchten Mauer. Besucher gehen durch den Hof und die oberen Räume; der Boden ist uneben, festes Schuhwerk ist ratsam.
Das Gebäude war ursprünglich unter einem anderen Namen bekannt und wurde nach einem englischen König umbenannt, was seine wechselvolle Geschichte widerspiegelt. Diese Umbenennung zeigt, wie koloniale Machtverhältnisse auch in der Namengebung von Orten sichtbar wurden.
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