Mytilini, Hafenstadt auf Lesbos, Griechenland
Mytilene ist eine Stadt auf der Südostküste von Lesbos, die sich entlang zweier Hafenbecken erstreckt und von einer mittelalterlichen Festung auf einem Hügel überragt wird. Die Uferlinie verbindet beide Häfen durch breite Straßen und Gehwege, während sich die Wohnviertel hangaufwärts zwischen Pinien und Olivenbäumen ausbreiten.
Die Stadt gründete sich im 11. Jahrhundert vor Christus und entwickelte sich während des 7. Jahrhunderts vor Christus zur führenden Siedlung auf Lesbos. Die Festung wurde während der genuesischen Herrschaft im 14. Jahrhundert erbaut und später von den Osmanen erweitert, die bis zum frühen 20. Jahrhundert hier regierten.
Die zwei Häfen teilen das Stadtleben in verschiedene Bereiche, wobei Fischer ihre Netze am alten Nordhafen auslegen und die Einheimischen abends entlang der Uferpromenade spazieren gehen. Der Name stammt von einer antiken Königstochter, und heute tragen viele Geschäfte und Tavernen lokale Bezeichnungen, die sich auf das Meer und die lange Seefahrertradition beziehen.
Beide Häfen bieten Fährverbindungen zum Festland und zu benachbarten Inseln, wobei der Südhafen die meisten internationalen Routen abwickelt. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, obwohl einige Straßen steil ansteigen und festes Schuhwerk nützlich ist.
Das antike Theater wurde erst 1958 bei Bauarbeiten entdeckt und bietet einen direkten Blick über die Meerenge zur türkischen Küste, die nur wenige Kilometer entfernt liegt. Viele Häuser in der Altstadt tragen noch osmanische Architekturelemente wie hölzerne Erker und bemalte Fassaden.
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