Dendra-Rüstung, Bronzezeitliche Rüstung in Dendra, Griechenland
Die Dendra-Rüstung ist eine vollständige Schutzausrüstung aus fünfzehn Bronzeteilen, die einen mykenischen Krieger vom Nacken bis zu den Knien schützte. Die Platten waren durch Lederriemen flexibel miteinander verbunden und ermöglichten dem Träger trotz des Gewichts Bewegungsfreiheit.
Schwedische Archäologen entdeckten diese Rüstung 1960 während der Grabung eines mykenischen Grabes in Dendra. Der Fund stammt aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. und dokumentiert die fortgeschrittene Metallverarbeitungstechnik dieser antiken Kultur.
Die Rüstung zeigt, wie Handwerker in der Bronzezeit komplexe Metallteile miteinander verbanden und formten. Man kann heute noch sehen, wie Lederriemen die einzelnen Platten zusammenhielten und dem Kämpfer Bewegungsfreiheit gaben.
Man findet diese Rüstung im Archäologischen Museum von Nafplion in der Peloponnes. Das Museum ist leicht zugänglich und die Ausstellung ermöglicht eine genaue Betrachtung aller Teile und ihrer Verbindungen.
Die Rüstung bestand ursprünglich aus so vielen einzelnen Teilen, dass sie wahrscheinlich nur von wenigen Kriegern getragen werden konnte, da ihre Herstellung Wochen dauerte. Dies zeigt, dass der Besitzer dieser Ausrüstung eine Person hohen sozialen Status war.
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