Ilisos, Fluss in der Gemeindeeinheit Moschato, Griechenland.
Der Ilisos ist ein Fluss, der durch Athen fließt und von den westlichen Hängen des Berges Hymettus stammt, wobei mehrere saisonale Bäche seinen Verlauf speisen. Heute verläuft er unterirdisch unter mehreren großen Straßen der Stadt, unter anderem unter der Mesogeion Avenue und der Vasileos Konstantinou Avenue.
In der Antike markierte dieser Fluss eine der Grenzen der Stadtmauern von Athen, wie der Philosoph Plato in seinen Schriften dokumentierte. Diese geografische Grenzlage machte ihn zu einem wichtigen Merkmal der antiken Stadtlandschaft.
Das Flussufer war einst ein religiöser Ort, wo Athener alljährlich ein Festival zur Erinnerung an die Schlacht von Marathon feierten. Der Tempel der Artemis Agrotera stand an diesen Ufern und zog die Gläubigen zu feierlichen Zusammenkünften an.
Der Fluss ist heute nicht leicht zu sehen, da er unter der Stadt verläuft, aber man kann an verschiedenen Stellen Zugänge und Hinweise entdecken. Die beste Zeit zum Erkunden ist trocken, da in den Regenmonaten die unterirdischen Teile mit Wasser gefüllt sind.
Der Name des Flusses endet auf -sos, eine sprachliche Besonderheit, die er mit anderen griechischen Flüssen teilt und auf vor-griechische Ursprünge hindeutet. Diese Namensmuster helfen Linguisten, uralte Sprachschichten in der griechischen Geographie nachzuverffolgen.
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