Vergina, Archäologische Stätte in der Gemeinde Veria, Griechenland
Vergina ist eine archäologische Stätte in der Gemeinde Veria in Griechenland, die mehrere Ausgrabungsbereiche mit königlichen Gräbern, Palastüberresten und zeremoniellen Gebäuden umfasst. Die Fundorte liegen auf einem sanften Hang auf etwa 120 Metern Höhe und werden von einem zentralen Museumskomplex aus erschlossen, der unterirdische Kammern und Ausstellungsräume verbindet.
Das Gebiet diente vom 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bis zur römischen Zeit als Hauptstadt des makedonischen Königreichs und beherbergte die wichtigsten Bestattungsstätten der Herrscherdynastie. Der Archäologe Manolis Andronicos legte 1977 die ungeöffnete Grabkammer Philipps II. frei und brachte damit goldene Relikte und militärische Ausrüstung aus dem 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ans Licht.
Das Museum am Fundort zeigt Wandmalereien in den Grabkammern, die direkt an den Wänden betrachtet werden können und noch immer ihre ursprünglichen Farbtöne tragen. Zeremonielle Gegenstände und persönliche Objekte der makedonischen Herrscher liegen hinter Glas in klimatisierten Räumen, die das Gefühl einer königlichen Schatzkammer vermitteln.
Die unterirdischen Grabkammern sind über das Hauptmuseumsgebäude zugänglich, wo sich auch die Eingangshalle und die Informationsschalter befinden. Die Wege zwischen den Ausgrabungszonen verlaufen meist ebenerdig, können aber an einigen Abschnitten leicht abschüssig sein.
Die große Grabhügel-Anlage enthält vier königliche Grabkammern, darunter die Ruhestätte Alexanders IV., dessen Wände in roten und blauen Pigmenten gehalten sind, die ihre Farbe über mehr als zwei Jahrtausende bewahrt haben. Die Farbstoffe wurden aus natürlichen Mineralien gewonnen und direkt auf den feuchten Putz aufgetragen, was ihre außergewöhnliche Haltbarkeit erklärt.
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