Vaphio beehive tomb, Bronzezeitliches Kuppelgrab in Vafeio, Griechenland
Das Vaphio-Kuppelgrab ist eine mykenische Grabanlage südlich von Sparta, bestehend aus einem langen Steingang, dem sogenannten Dromos, der zu einer runden Grabkammer führt, die in den Felsen gehauen wurde. Kammer und Gang sind aus großen Steinblöcken errichtet, und das kuppelförmige Dach der Kammer ist heute noch gut erkennbar.
Das Grab wurde in der Spätbronzezeit, um 1500 vor Christus, angelegt und diente als Ruhestätte einer bedeutenden Person der mykenischen Gesellschaft. Der Archäologe Christos Tsountas legte die Anlage 1889 frei und fand dabei Grabbeigaben, die die Verbindungen zwischen der mykenischen und der minoischen Welt belegen.
Die zwei goldenen Becher, die hier gefunden wurden und heute im Nationalarchäologischen Museum in Athen zu sehen sind, zeigen Szenen des Stierfangs in zwei verschiedenen Stilen, einem minoischen und einem mykenischen. Dieser Unterschied ist noch heute im direkten Vergleich der beiden Becher gut erkennbar.
Das Grab liegt etwa 8 Kilometer südlich von Sparta am rechten Ufer des Eurotas und ist mit dem Auto gut erreichbar. Da der Ort im Freien liegt und kein Schatten vorhanden ist, empfiehlt sich ein Besuch zu den kühleren Stunden des Tages, besonders im Sommer.
In dem Grab wurden über vierzig fein gearbeitete Siegel aus Stein und Gold gefunden, eine der größten Sammlungen dieser Art aus der Bronzezeit in der Ägäis. Bemerkenswert ist, dass einige dieser Siegel minoische Motive zeigen, obwohl das Grab auf dem griechischen Festland liegt.
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