Olympieion, Antiker griechischer Tempel im Zentrum Athens, Griechenland
Der Tempel des olympischen Zeus ist eine antike griechische Ruinenstätte im Zentrum von Athen, rund 500 Meter südöstlich der Akropolis gelegen. Heute stehen noch 15 hohe Säulen korinthischer Ordnung, die aus dem weißen pentelischen Marmor der umliegenden Berge gehauen wurden und jeweils einen Durchmesser von etwa zwei Metern aufweisen.
Die Bauarbeiten begannen im 6. Jahrhundert vor Christus unter den athenischen Tyrannen, doch das Projekt ruhte jahrhundertelang und wurde erst unter dem römischen Kaiser Hadrian im Jahr 131 nach Christus vollendet. Hadrian weihte das fertige Heiligtum ein und ließ daneben ein riesiges Tor errichten, das noch heute erhalten ist.
Der Tempel war Zeus geweiht, dem höchsten Gott der griechischen Mythologie, und seine Säulen aus pentelischem Marmor zeigen die korinthische Bauweise mit ihren aufwendig gearbeiteten Kapitellen. Besucher können die Überreste der Anlage durchqueren und dabei nachvollziehen, wie die monumentale Architektur einst die Macht Athens und Roms demonstrierte.
Die Ausgrabungsstätte öffnet täglich für Besucher und liegt nur fünf Gehminuten von der Metrostation Akropoli entfernt. Am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist der Besucherandrang geringer, und das Licht fällt dann besonders schön auf die Säulen.
Eine sechzehnte Säule liegt seit einem Sturm im Jahr 1852 am Boden, und die einzelnen Marmorblöcke sind noch immer in der ursprünglichen Reihenfolge angeordnet. Besucher können so die Bautechnik aus der Nähe betrachten und sehen, wie die Trommeln ohne Mörtel übereinandergestapelt wurden.
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