Turm der Winde, Antiker Uhrturm in Römischer Agora, Athen, Griechenland
Der Turm der Winde ist ein oktagonales Bauwerk aus pentelischem Marmor, das sich etwa 12 Meter in die Höhe erhebt und die römische Agora prägt. Die Struktur zeigt acht aufwändig gemeißelte Windgötter an seinen Außenseiten und war einst ein ausgeklügeltes Zeitmesssystem mit unterirdischen Kanälen.
Das Bauwerk entstand um das Jahr 50 v. Chr. unter der Leitung des Astronomen Andronikus von Kyrrhus als Zeitmessgerät für die Stadt. Die Innovation verschwand im Laufe der Jahrhunderte aus dem Bewusstsein, bis die Archäologen das Projekt in der Neuzeit wieder entdeckten.
Die acht Windgötter sind in die Marmorwände eingraviert und zeigen, wie die Alten Griechen die Natur und ihre verschiedenen Erscheinungsformen wahrnahmen. Jede Figur steht für einen anderen Wind und dessen Eigenschaften, was in den feinen Details der Schnitzereien sichtbar wird.
Das Denkmal liegt etwa fünf Minuten zu Fuß vom Platz Monastiraki entfernt und ist einfach erreichbar, wenn man den Schildern durch die römische Agora folgt. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist früh am Morgen oder am Abend, wenn weniger Besucher vor Ort sind und das Licht die Steinmetzarbeiten besser zur Geltung bringt.
Das Gebäude kombinierte drei verschiedene Systeme zur Zeitmessung: eine Wasseruhr, mehrere Sonnenuhren und eine Bronzewettervane mit der Gestalt des Triton an der Spitze. Diese Mehrschicht-Lösung war eine frühe Form der Datensicherung und zeigte die Fähigkeit der Alten zur technischen Innovation.
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