Archaeological museum of Lamia, Archäologisches Museum in Lamia, Griechenland
Das Archäologische Museum von Lamia nutzt das Erdgeschoss und einen Teil des ersten Stocks einer zweistöckigen Kaserne, die 1830 von König Otto erbaut wurde, innerhalb der Burg von Lamia. Der Nordflügel zeigt prähistorische, bronzezeitliche und mykenische Funde; der Südflügel deckt die spätarchaische bis römische Zeit ab. Im ersten Stock gibt es 27 Räume, die zwölf Themen zugeordnet sind.
Die zweistöckige Kaserne wurde 1830 unter Otto, dem bayerischen ersten König des unabhängigen Griechenlands, erbaut und diente im Zweiten Weltkrieg als Armeekaserne. Das griechische Kulturministerium übernahm sie 1973 vom Verteidigungsministerium, und das Archäologische Museum von Lamia öffnete im September 1994 für die Öffentlichkeit.
Die Stücke zeugen von lokalen Kulten: ein Marmorrelief der Artemis Eileithyia von 400 v. Chr. im Stil des Praxiteles und ein hellenistisches Relief aus Achinos, 68 auf 123 cm, auf dem eine verschleierte Mutter ihre Tochter der Artemis Locheia darbringt. Eine Inschrift aus Achinos nennt Sklavenhalter, die ihre Sklaven freilassen; ein Mosaik zeigt die drei Grazien.
Das Museum liegt innerhalb der Burg von Lamia auf der Akropolis über der Stadt; der Zugang führt zu Fuß durch das Burggelände bergauf. Es nutzt das Erdgeschoss und einen Teil des ersten Stocks der zweistöckigen ehemaligen Kaserne, wobei der NordSaal vorgeschichtliche und bronzezeitliche Funde zeigt und der SüdSaal die späteren Epochen. Für einen Rundgang durch das Burggelände sollte man zusätzlich Zeit einplanen.
Das Relief der Artemis Locheia aus Achinos misst 68 auf 123 Zentimeter und zeigt eine verschleierte Mutter, die der Göttin der glücklichen Geburt ein Mädchen darbringt; es wird zwischen dem späten 4. und dem 3. Jahrhundert v. Chr. datiert. Ebenfalls ausgestellt ist eine zerbrochene Nadelstütze oder Fangplatte aus den Grabungen von Kainourgion, verziert mit vier Fischen innerhalb einer doppelten Umrisslinie.
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