Paleá Kokkiniá, Arbeiterviertel in Piräus, Griechenland
Paleá Kokkiniá ist ein historisches Arbeiterviertel im Norden von Piräus, Griechenland, keine Kirche. Es grenzt im Norden an Níkea, im Süden an Lefka, im Osten an Ágios Ioánnis Réntis und im Westen an Maniatika, außerdem an Kamínia und Papastrátos. Sein Zentrum ist der Platz Agía Sotíra mit Park, Schulkomplex, Turnhalle und Basketballplatz; die Thivón-Allee durchquert es.
Paleá Kokkiniá wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts von Bauern aus arvanitischen Dörfern Attikas wie Spata, Menidi und Liosia besiedelt, die den roten Boden für Ackerbau und Viehzucht nutzten. Nach der kleinasiatischen Katastrophe von 1922 kamen zuerst armenische Flüchtlinge, dann Griechen aus Smyrna, die das eigene Neu-Kokkiniá gründeten, heute die Gemeinde Nikaia.
Der Name stammt von der roten Erde, die Mitte des 19. Jahrhunderts Bauern aus arvanitischen Dörfern Attikas (Spata, Menidi, Liosia) anzog; wegen ihrer vielen Karren hießen sie arabbatzides. Der zentrale Platz Agia Sotira ist nach der kleinen Verklärungskirche von 1868 benannt, die die Anwohner weiterhin „Agia Sotira“ nennen. Der Platz Neráida war Endstation der Linie Piräus–Palaia Kokkinia und ab 1955 sonntäglicher Treffpunkt für Kebab bei Serkos.
Paleá Kokkiniá liegt nördlich des Zentrums von Piräus, begrenzt von Níkea im Norden, Lefka im Süden, Ágios Ioánnis Réntis im Osten und Maniatika im Westen. Ihre Achse ist die Leofóros Thivón, die das Viertel von der Retsina-Fabrik aus mittig durchquert. Der zentrale Platz Agía Sotíra umfasst den Park, den Schulkomplex und einen Basketballplatz; der zweite Platz ist Neraída, die alte Endstation der Linie Piräus–Paleá Kokkiniá.
Eine Marmorstele an der Ecke Thivon- und Falirou-Straße erinnert an die drei ersten Gefallenen der Blockade von Kokkinia; das alte Busdepot des 5. KTEL in der Thivon 50, unter Bürgermeister Andreas Andrianopoulos gekauft, wurde von Panagiotis Fasoulas und Giorgos Kasimatis als Nationales Verkehrsmuseum vorgeschlagen.
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