Agioi Asomatoi, Byzantinische Kirche in Thiseio, Griechenland
Agioi Asomatoi ist eine kleine byzantinische Kreuzkuppelkirche an der Ermoú-Straße, die etwa zwei Meter unter dem Straßenniveau liegt. Vier monolithische Pfeiler tragen einen achteckigen Kuppelbau des athenischen Typs mit acht Fenstern, feinen Säulen und Marmorplatten. Die Wände bestehen aus Ziegelmauerwerk mit porösem Stein aus Megara; an der Westfassade sind zwei Fragmente eines Terrakottafrieses mit pseudo-kufischen Motiven erhalten.
Die Forscher Anastasios Orlandos und Arthur Megaw datieren die Kirche wegen ihrer Architektur, die der Panagia Kapnikarea nahesteht, in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts; möglicherweise stiftete sie ein lokaler Aristokrat oder ein hoher byzantinischer Beamter, und sie könnte Kern eines kleinen Klosters gewesen sein. Ab 1880 erhielt sie Anbauten von 4 m Breite und 17,75 m Länge im Norden sowie 5 m Breite und 16 m Länge im Süden. Die Restaurierung 1958-1960 beseitigte diese Zubauten, erneuerte Nord- und Südwand teilweise, baute die Westwand vollständig neu auf, und die Grabungen im Narthex brachten drei Gräber, Inschriften und byzantinische Keramik zutage.
Der Name Agioi Asomatoi, „Heilige Unkörperliche“, bezeichnet die Engel; die Kirche feiert ihr Fest am 8. November. Heute dient sie als Pfarrkirche der Erzdiözese Athen. An der Westfassade sind zwei Terrakottaplatten mit pseudokufischer Reliefschrift erhalten, und die Nordtür hat einen Hufeisenbogen.
Das Gebäude befindet sich im Viertel Thiseio und ist zu Fuß leicht zu erreichen, da es in der Nähe anderer archäologischer Stätten liegt. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten begrenzt sind und sich danach erkundigen, bevor sie einen Besuch planen.
An der Westfassade sind noch zwei Terrakottaplatten mit pseudo-kufischem Reliefschmuck eingemauert, und über der Nordtür sitzt ein Hufeisenbogen. Diese islamisch anmutenden Elemente könnten mit einer kleinen Gemeinde arabischer Händler in Athen zusammenhängen. Die Grabungen der Restaurierung von 1958–1960 legten zudem drei Gräber im Narthex sowie byzantinische Inschriften und Keramik frei.
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