Minoa, Siedlung in Griechenland
Minoa ist eine antike Stadt auf dem Hügel Moundoulia auf der Insel Amorgos, deren Ruinen über der modernen Hafensiedlung Katapola liegen. Die archäologische Stätte zeigt Überreste von Wohngebäuden, Mauern, einem Gymnasium aus dem 4. Jahrhundert v.Chr., einem geometrischen Heiligtum auf der höchsten Stelle und einer gut erhaltenen Latrine, die ein Bild des alltäglichen Lebens über viele Jahrhunderte hinweg vermittelt.
Minoa war vom 11. Jahrhundert v.Chr. bis ins 4. Jahrhundert n.Chr. besiedelt und wurde von verschiedenen Kulturen nacheinander genutzt, von den frühen Griechen bis zu späteren Zivilisationen. Der Ort war ein strategischer Punkt in der Region mit einer befestigten Akropolis und durchlebte mehrere Phasen von Bedeutung, besonders während der geometrischen und hellenistischen Perioden.
Der Ort ist eng mit dem antiken Dichter Simonides von Amorgos verbunden, der hier geboren wurde und dessen Werke noch heute einen wichtigen Teil der lokalen Identität bilden. Die Ruinen selbst sind ein Zeichen dafür, wie lange die Insel bereits besiedelt ist und wie die Menschen über Jahrtausende hier gelebt haben.
Das Gelände liegt etwa 3 km von Katapola entfernt und ist zu Fuß in etwa 35 Minuten zu erreichen, wobei die Wanderung schöne Aussichten bietet und Wasser mitgebracht werden sollte. Der Ort ist zugänglich und lädt zu freier Erkundung ein, ohne dass spezielle Informationstafeln oder Beschreibungen vorhanden sind, daher ist es hilfreich, vorab über die einzelnen Strukturen Bescheid zu wissen.
Das Gymnasium ist eine seltene vollständig dokumentierte Struktur einer Trainingsstätte aus dem 4. Jahrhundert v.Chr., wo Menschen nicht nur Sport trieben, sondern sich auch zu sozialen Veranstaltungen trafen. Die gut erhaltene Latrine daneben zeigt überraschend modern anmutende Hygienepraktiken mit einem in den Felsen gehauenen Abwassersystem, das Einblick in alltägliche Details gibt.
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