Marathon tumuli, Antike Grabhügel in Marathon, Griechenland
Die Marathon-Tumuli sind antike Grabhügel aus Erde in der Gemeinde Marathonas in Griechenland, die die sterblichen Überreste von Soldaten enthalten, die in einer der bekanntesten Schlachten der Antike fielen. Der bedeutendste Hügel, der Soros, erhebt sich deutlich über die umliegende Ebene und ist von einem offenen Gelände umgeben, das heute als archäologischer Park zugänglich ist.
Die Hügel wurden unmittelbar nach der Schlacht von Marathon im Jahr 490 v. Chr. aufgeschüttet, als athenische Truppen ein persisches Invasionsheer zurückschlugen. Die Praxis, Gefallene direkt auf dem Schlachtfeld zu bestatten, war für Athen in diesem Fall eine Ausnahme und galt als besondere Ehrung.
Die Grabhügel tragen Namen, die auf die Gruppen hinweisen, die dort beigesetzt wurden: Der Soros etwa enthält die Asche der athenischen Gefallenen, während ein zweiter Hügel den plaatäischen Verbündeten gewidmet ist. Wer die Stätte besucht, kann diese Unterscheidung noch heute anhand der Lage und Größe der Hügel nachvollziehen.
Das Gelände liegt in einer offenen Ebene außerhalb der Stadt Marathonas und ist am besten mit eigenem Fahrzeug erreichbar. Da kaum Schatten vorhanden ist, empfiehlt es sich, früh morgens oder am späten Nachmittag zu kommen und ausreichend Wasser mitzubringen.
Archäologen fanden im Soros Reste von Keramik und verkohlten Tierknochen, die auf rituelle Gedenkfeiern kurz nach der Bestattung hinweisen. Solche Funde direkt auf einem antiken Schlachtfeld sind selten und geben einen konkreten Einblick in die Trauerrituale der damaligen Zeit.
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