Französische Antillen, Karibische Archipelregion in Frankreich
Die Französischen Antillen, auch Französisch-Westindien genannt, sind eine Inselgruppe im Karibischen Meer, die zu Frankreich gehört und Guadeloupe, Martinique, Saint-Barthélemy sowie den französischen Teil von Saint-Martin umfasst. Jede Insel hat einen eigenen Charakter mit unterschiedlichen Küstenformen, Vegetation und Siedlungsarten, die sich von tropischem Regenwald bis zu flachen Strandabschnitten erstrecken.
Französische Siedler gründeten ab 1635 dauerhafte Kolonien auf mehreren karibischen Inseln, die zunächst dem Zuckerrohranbau dienten. Nach Jahrhunderten des Sklavenhandels und der Plantagenwirtschaft wurden die Gebiete im 20. Jahrhundert in das französische Staatsgebiet eingegliedert und erhielten unterschiedliche Verwaltungsformen.
Kreolische Sprachen wie Antillen-Kreolisch entstehen im täglichen Gespräch neben dem offiziellen Französisch und prägen das Gemeinschaftsleben auf allen Inseln. Lokale Feste wie Karneval und Volkstänze wie Bèlè oder Zouk zeigen afrikanische Rhythmen und karibische Lebensfreude, die Besucher auf Straßenmärkten und in Tanzhallen miterleben können.
Reisende können mit dem Flugzeug von Europa aus direkt mehrere Hauptinseln erreichen und vor Ort europäische Standards bei medizinischer Versorgung und Straßennetz vorfinden. Zwischen den Inseln verkehren regelmäßig Fähren und kleinere Flugzeuge, wobei das Klima ganzjährig warm bleibt und die Regenzeit meist zwischen Juli und November liegt.
Die Inseln nutzen den Euro als offizielle Währung und unterliegen französischem Recht, was sie zu den wenigen karibischen Orten macht, in denen europäische Verordnungen direkt gelten. Einige Strände haben schwarzen Sand vulkanischen Ursprungs, der sich bei Sonneneinstrahlung stark erwärmt und ganz anders aussieht als die weißen Sandküsten der Nachbarinseln.
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