Saargemünd, Grenzgemeinde in Moselle, Frankreich
Sarreguemines ist eine französische Gemeinde im Département Moselle, die an der Grenze zu Deutschland liegt, wo der Blies in die Saar mündet. Sie befindet sich rund 79 Kilometer östlich von Metz und ist Mittelpunkt eines Arrondissements im Nordosten Frankreichs.
Die Stadt erlebte im 18. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Keramikindustrie und wurde zu einem wichtigen Produktionsstandort für Steingut und Porzellan. Diese Manufakturen belieferten Märkte weit über die Region hinaus und prägten die lokale Wirtschaft bis ins 20. Jahrhundert.
Die Ursprünge des Stadtnamens liegen im lothringisch-deutschen Dialekt und verweisen auf den Zusammenfluss der beiden Flüsse. Besucher sehen heute noch Spuren der Fayence- und Porzellanproduktion in Gebäuden und Werkstätten, die das Stadtbild prägen.
Wochenmärkte finden dienstags und freitags im Stadtzentrum statt und bieten regionale Lebensmittel und handwerkliche Produkte an. Durch die Nähe zur deutschen Grenze sind Spaziergänge entlang der beiden Flüsse und Ausflüge ins nahe Saarland gut erreichbar.
Der Name bedeutet in der lothringisch-deutschen Mundart Zusammenfluss in die Saar und beschreibt genau die geografische Lage der Stadt. Viele Straßennamen und öffentliche Gebäude tragen noch heute zweisprachige Inschriften, die an die Grenzlage und die wechselvolle Zugehörigkeit der Region erinnern.
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