Vierte Französische Republik, Verfassungssystem in Paris, Frankreich
Die Französische Vierte Republik war ein parlamentarisches System, das von 1946 bis 1958 existierte und in dem mehrere Parteien um Plätze in der Nationalversammlung konkurrieren. Die Exekutive stammte aus der Legislative, wobei der Premierminister von der Versammlung gewählt wurde.
Nach der Befreiung Frankreichs 1944 folgte die Vierte Republik der Auflösung des Vichy-Regimes und erstellte einen neuen verfassungsrechtlichen Rahmen. Die Verfassung von 1947 spiegelte den Wunsch wider, eine stabile Demokratie aufzubauen, scheiterte aber schließlich an politischen Spannungen.
Frauen erhielten während dieser Zeit erstmals das Wahlrecht und beteiligten sich an nationalen Wahlen. Diese Änderung veränderte die Zusammensetzung der politischen Teilnehmer und der Gesellschaft grundlegend.
Besucher können archivierte Dokumente und Aufzeichnungen in Museen und Bibliotheken einsehen, die diese Zeit dokumentieren. Führungen bieten Kontexte zur politischen und sozialen Geschichte dieser Jahre.
Der Algerienkrieg destabilisierte die Regierung schwer und trug letztendlich zu ihrem Zusammenbruch 1958 bei. Die Militarkrise fuhrte zur Ruckkehr von Charles de Gaulle und zur Grundung der Funften Republik.
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