Montauban, Verwaltungszentrum in Tarn-et-Garonne, Frankreich
Montauban ist eine Präfekturstadt im Département Tarn-et-Garonne im Südwesten Frankreichs, die am rechten Ufer des Flusses Tarn liegt. Die Altstadt erstreckt sich um den rechteckigen Place Nationale herum, dessen Backsteinfassaden und Arkadengänge aus dem 17. Jahrhundert das historische Zentrum prägen.
Graf Alphonse Jourdain von Toulouse gründete die Stadt im Jahr 1144 als befestigte Bastion, die schnell zu einem wichtigen protestantischen Zentrum während der Religionskriege wurde. Die königlichen Truppen belagerten die Stadt 1621 erfolglos, doch nach weiteren Kämpfen wurde sie 1629 endgültig in das katholische Königreich eingegliedert.
Die im Jahr 1629 abgeschlossene protestantische Kathedrale trägt den Titel Notre-Dame-de-l'Assomption und zeigt, wie die Stadt während der Religionskriege zwischen katholischer und hugenottischer Identität wechselte. Heute besuchen Einwohner regelmäßig den Samstagmorgenmarkt auf dem Place Nationale, wo regionale Erzeugnisse aus dem Quercy und dem südwestfranzösischen Flachland angeboten werden.
Reisende erreichen die Stadt bequem über die Autobahn A20 oder den Bahnhof, der regelmäßige Verbindungen nach Toulouse und Bordeaux bietet. Das historische Zentrum lässt sich zu Fuß erkunden, während die Uferpromenade entlang des Tarn einen entspannten Spazierweg außerhalb der Stadtmauern darstellt.
Der Pont Vieux wurde zwischen 1303 und 1335 erbaut und überspannt den Fluss mit sieben Backstein-Bögen, die den Handel und die Verteidigung der Stadt für Jahrhunderte sicherten. Die Brücke trägt noch immer sichtbare Einschusslöcher aus den Belagerungen des 17. Jahrhunderts, die an die turbulente Vergangenheit erinnern.
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