Rue de Rivoli, Geschäftsstraße im Zentrum von Paris, Frankreich
Die Rue de Rivoli verläuft auf knapp 3 km von der Rue de Sévigné bis zur Place de la Concorde und bildet einen Teil einer großen Ost-West-Achse des Haussmann'schen Paris. Ihre Nordseite wird auf einem großen Teil der Länge von Arkaden nach Plänen von Percier und Fontaine gesäumt, darüber Steinfaçaden, eiserne Balkone und Schieferdächer im Mansardstil. Die Fahrbahn ist 20,85 m breit.
Der erste Abschnitt wurde ab 1802 unter Napoleon angelegt, der die Straße nach seinem Sieg bei Rivoli von 1797 benannte; Percier und Fontaine legten ihre Breite auf 20,85 m fest. Karl X. und Louis-Philippe verlängerten sie vom Louvre nach Osten, und Haussmann vollendete den Abschnitt zum Marais zwischen 1849 und 1855.
Der Name erinnert an Napoleons Sieg über die Österreicher bei Rivoli im Januar 1797. An der Place des Pyramides steht die vergoldete Statue der Jeanne d'Arc, nahe der Stelle, an der sie 1429 beim Angriff auf das englisch besetzte Paris verwundet wurde. Eine Gedenktafel am Haus Nr. 144 erinnert an die Ermordung des Hugenottenführers Admiral Coligny in der Bartholomäusnacht 1572.
Die Straße verläuft auf 3 km von der Rue de Sévigné bis zur Place de la Concorde; der Boulevard de Sébastopol markiert die Grenze zwischen dem 1. und 4. Arrondissement. Sieben Métrostationen liegen an ihr, von Saint-Paul bis Concorde. Die überdachten Arkaden auf der Nordseite bieten auf weiten Strecken Schutz, und seit 2020 gibt es einen Radweg.
Unter der Fahrbahn verläuft einer der großen ziegelgewölbten Abwasserkanäle von Paris mit ovalem Querschnitt und Bürgersteigen für die Kanalarbeiter. Seit 1900 führt zudem der Mittelabschnitt der Métrolinie 1 unter der Straße hindurch, mit Stationen an Concorde, Tuileries, Palais-Royal, Louvre, Châtelet, Hôtel de Ville und Saint-Paul.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.118 Mitwirkenden weltweit.

