Vitry-sur-Seine, Vorstadtgemeinde im Südosten von Paris, Frankreich
Vitry-sur-Seine ist eine Gemeinde am Südufer der Seine im Département Val-de-Marne, die Wohnviertel, Industriezonen und Grünflächen auf etwa zwölf Quadratkilometern vereint. Die Uferbereiche wechseln zwischen alten Lagerhäusern, neuen Wohnanlagen und kleineren Gärten, während das Zentrum von mehrstöckigen Gebäuden aus verschiedenen Jahrzehnten geprägt ist.
Der Ort geht auf ein gallorömisches Landgut zurück und trägt seinen Namen vom lateinischen Victoriacum, das sich auf den damaligen Besitzer bezieht. Im Jahr 1897 wurde die offizielle Bezeichnung Vitry-sur-Seine angenommen, um die Lage am Fluss hervorzuheben und Verwechslungen mit anderen Orten zu vermeiden.
Die Gemeinde ist Heimat des Museums für zeitgenössische Kunst von Val-de-Marne, das Wechselausstellungen internationaler Künstler zeigt und in einem ehemaligen Industriebau untergebracht ist. In Parks, Schulen und öffentlichen Gebäuden begegnen Besucher mehr als hundert moderne Skulpturen, die Teil eines langfristigen Programms zur Integration von Kunst im städtischen Raum sind.
Zwei Bahnhöfe der RER-Linie C verbinden die Gemeinde mit dem Zentrum von Paris und den umliegenden Vororten, wobei die Fahrt in die Innenstadt etwa zwanzig Minuten dauert. Wer zu Fuß unterwegs ist, findet entlang der Seine und in den Wohnvierteln Gehwege, die sich für kurze Spaziergänge eignen.
Auf einigen Parzellen am Stadtrand setzen Bauern alte Techniken des Gemüseanbaus fort und beliefern lokale Märkte mit frischen Produkten. Diese kleinen Gärten liegen zwischen modernen Wohnblöcken und Industrieanlagen und bilden einen Kontrast zur städtischen Umgebung.
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