Mittelwihr, Gemeinde im Kanton Kaysersberg, Frankreich
Mittelwihr ist eine Gemeinde im Kanton Kaysersberg, im Arrondissement Colmar-Ribeauvillé im Nordosten Frankreichs. Das Dorf liegt inmitten von Weinbergen und ist von sanften Hügeln umgeben, mit alten Fachwerkhäusern und engen Gassen rund um ein ruhiges Zentrum.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung in Mittelwihr reichen bis in die Römerzeit zurück, wie ein bei Ausgrabungen gefundener Jupiteraltar belegt. Im Mittelalter wechselte das Dorf mehrfach zwischen Adelsfamilien und Abteien, die hier Weinberge und Land besaßen.
Mittelwihr liegt an der Elsässer Weinstraße, und das Leben im Dorf dreht sich noch immer um die Reben. Wer durch die Straßen geht, sieht Häuser mit Blumenkästen und Weinranken an den Fassaden, was dem Ort seinen typisch elsässischen Charakter gibt.
Das Dorf ist gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, da es kompakt ist und die umliegenden Weinberge über flache Wege erreichbar sind. Ein Besuch lohnt sich besonders in den wärmeren Monaten, wenn die Reben in voller Pracht stehen.
Der Name Mittelwihr bedeutet wahrscheinlich so viel wie 'mittlerer Hof', was darauf hindeutet, dass der Ort einst zwischen anderen Höfen oder Siedlungen lag. Das Dorf war zudem mit Cancale, einer Küstenstadt in der Bretagne, bekannt für ihre Austern, verschwistert, was zwei sehr unterschiedliche Teile Frankreichs miteinander verbindet.
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