Orange, Römische Erbestadt in Vaucluse, Frankreich
Orange ist eine Gemeinde im Departement Vaucluse in der Provence, nahe der Grenze zu den Regionen Auvergne-Rhône-Alpes und Occitanie. Sie liegt auf einer leichten Anhöhe mit Blick über flaches Ackerland und Rebhänge, die sich in Richtung Rhône ausbreiten.
Römische Legionäre gründeten im 1. Jahrhundert vor Christus eine Kolonie auf einem bereits bestehenden keltischen Gelände. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Stadt zwischen französischer Krone und niederländischem Fürstentum, bis sie nach der Revolution endgültig zu Frankreich kam.
Der Name der Stadt leitet sich vom keltischen Gott Arausio ab, den römische Siedler mit ihren eigenen Gottheiten verbanden. Theater und Arena ziehen bis heute Besucher an, die hier unter freiem Himmel der Musik folgen.
Der Ort liegt an der Kreuzung mehrerer wichtiger Autobahnen und verbindet Südfrankreich mit Spanien und Italien. Ein Spaziergang durch die Altstadt führt zu Markttagen unter Platanen, wo Stände mit regionalen Lebensmitteln und Handwerk aufgebaut werden.
Auf der Außenwand des antiken Theaters steht die Statue eines römischen Kaisers in einer Nische, die über Jahrhunderte hinweg erhalten blieb. In Gassen nahe der Arena findet man kleine Ateliers, in denen Handwerker Skulpturen aus lokalem Kalkstein bearbeiten.
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