Villefranche-de-Rouergue, Mittelalterliche Bastide-Stadt in Aveyron, Frankreich
Villefranche-de-Rouergue ist eine mittelalterliche Bastide im Département Aveyron im Süden Frankreichs, die um einen rechteckigen Hauptplatz mit überdachten Arkaden herum gebaut wurde. Die Straßen verlaufen in einem rechtwinkligen Muster und führen vom Zentrum aus in alle Richtungen, wobei die gotische Markthalle aus Stein das höchste Gebäude des Platzes darstellt.
Alphonse de Poitiers, Bruder von König Ludwig IX., gründete die Stadt 1252 als befestigte Siedlung, um die königliche Macht im Süden Frankreichs zu stärken. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handelszentrum in der Region Rouergue und behielt dabei seine mittelalterliche Struktur bei.
Der Donnerstagsmarkt auf dem zentralen Platz bringt Verkäufer zusammen, die regionale Produkte wie Käse aus der Umgebung, frisches Gemüse und traditionelles Handwerk aus dem Aveyron anbieten. Die Markthalle aus dem Mittelalter dient noch heute als Treffpunkt, wo Einheimische ihren wöchentlichen Einkauf erledigen und sich unter den gotischen Arkaden unterhalten.
Die Stadt erreicht man über den Bahnhof mit regelmäßigen Verbindungen nach Toulouse, Figeac und Aurillac während der Woche. Der zentrale Platz liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt, und die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß innerhalb einer halben Stunde erreichbar.
Im September 1943 rebellierten Soldaten der 13. Waffen-SS-Division Handschar gegen die NS-Streitkräfte in der örtlichen Kaserne. Dieser Aufstand ist eine der wenigen dokumentierten Revolten innerhalb einer Waffen-SS-Einheit während des Zweiten Weltkriegs.
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