Palais des Tuileries, Ehemaliger königlicher Palast in Frankreich
Der Palast der Tuilerien war ein umfangreicher Komplex mit zwei großen Pavillons und mehreren Innenhöfen, dessen Fassade sich vom Louvre bis zur heutigen Gartengrenze erstreckte. Die reich verzierten Fenster und das zentrale Dach prägten einst sein Erscheinungsbild, bevor das Gebäude zerstört wurde.
Catarina de Medici beauftragte das Gebäude ab 1564, nachdem ihr Astrologe ihr riet, die alte Residenz zu verlassen. Ein Jahrhundert später zerstörten Aufständische während der Pariser Kommune 1871 das Innere durch Feuer, und die Ruinen wurden 1883 abgerissen.
Der Name stammt von den Ziegeleien, die einst das Gelände vor dem Palastbau besetzten. Heute prägen die öffentlichen Gärten den Ort, wo Pariser spazieren, lesen und sich treffen.
Besucher finden heute keine sichtbaren Überreste des Gebäudes, doch alte Zeichnungen und Fotografien im Louvre vermitteln einen Eindruck der ursprünglichen Form. Der öffentliche Garten, der das frühere Gelände einnimmt, ist tagsüber kostenlos zugänglich und bietet einen ruhigen Ort zum Nachdenken über die Vergangenheit.
Nach dem Brand von 1871 retteten Pariser Steinmetze Teile der zerstörten Fassade und verwendeten einzelne Elemente später in anderen Gebäuden wieder. Säulen und Reliefs aus der Originalstruktur schmücken heute private Grundstücke und regionale Museen.
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