Oradour-sur-Glane, Gedenkdorf in Haute-Vienne, Frankreich
Oradour-sur-Glane ist eine Gemeinde im Département Haute-Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine, die aus dem neuen Dorf und den erhaltenen Ruinen des alten Ortskerns besteht. Die verbrannten Gebäude, verrosteten Fahrzeugwracks und zersplitterten Fensterscheiben bleiben unberührt, während überwucherte Straßen zu leeren Häusern, der Kirche und der alten Schule führen.
Deutsche Truppen der Waffen-SS zerstörten am 10. Juni 1944 das Dorf vollständig und ermordeten 642 Einwohner, darunter fast alle Frauen und Kinder der Gemeinde. Die französische Regierung beschloss nach Kriegsende, die Ruinen als nationales Mahnmal zu belassen und daneben ein neues Dorf aufzubauen.
Der Name der Gemeinde hat seinen Ursprung im lateinischen Wort für „goldenes Ufer
Die Gedenkstätte liegt etwa 22 Kilometer nordwestlich von Limoges und ist über eine ausgeschilderte Route erreichbar, die Besuchern hilft, sich zu orientieren. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Straßen und Plätze, sodass Besucher ausreichend Zeit einplanen sollten, um alle Bereiche in Ruhe zu sehen.
Ein Straßenbahnwagen, der 1944 auf den Schienen stand, rostet noch heute an derselben Stelle, umgeben von verkohlten Telegrafenmasten und verbogenen Metallschildern. Die Kirchenglocke, die vom Turm fiel, liegt noch immer zwischen den Trümmern auf dem Boden.
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