ITER, Kernfusionsforschungsanlage in Saint-Paul-lès-Durance, Frankreich.
ITER ist ein internationales Forschungsprojekt in Saint-Paul-lès-Durance, Frankreich, das an der Entwicklung von Kernfusionsenergie arbeitet. Die Anlage erstreckt sich über etwa 180 Hektar und umfasst 39 wissenschaftliche Gebäude, wobei das zentrale Bauwerk 60 Meter hoch ist und den experimentellen Fusionsreaktor beherbergt.
Die Bauarbeiten begannen 2006, nachdem 35 Nationen ein Abkommen zur gemeinsamen Erforschung der Kernfusion unterzeichneten. Das Projekt entwickelte sich zu einem der größten wissenschaftlichen Vorhaben der Gegenwart, wobei die erste Testphase für Mitte der 2020er-Jahre geplant ist.
Die Anlage bringt Forschende aus allen Teilen der Welt zusammen, die gemeinsam an der Entwicklung von Fusionsenergie arbeiten. Bei Führungen erleben Besucher diese internationale Zusammenarbeit hautnah, wenn sie durch Labore und Kontrollräume gehen, in denen täglich Menschen verschiedenster Herkunft gemeinsam an einem globalen Ziel arbeiten.
Führungen können im Voraus über die offizielle Website gebucht werden und bieten Einblicke in die laufenden Forschungsarbeiten. Besucher sollten eigene Transportmittel einplanen, da das Gelände abseits größerer Ortschaften in einer ländlichen Gegend liegt und die nächste Bahnstation einige Kilometer entfernt ist.
Der Reaktor wird Temperaturen von 150 Millionen Grad Celsius erzeugen, das Zehnfache der Kerntemperatur der Sonne, um eine kontrollierte Kernfusion zu erreichen. Die verwendeten supraleitenden Magnete gehören zu den stärksten jemals gebauten und können ein Magnetfeld erzeugen, das 280.000 Mal stärker ist als das der Erde.
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