Èze, Mittelalterliches Dorf an der Französischen Riviera, Alpes-Maritimes, Frankreich
Èze ist eine Gemeinde an der französischen Riviera im Département Alpes-Maritimes zwischen Nizza und Monaco, die sich an einem Felsvorsprung über dem Mittelmeer erstreckt. Die Steinhäuser schließen sich dicht aneinander und sind durch schmale Treppen und enge Durchgänge verbunden, die sich bergauf winden.
Archäologische Funde deuten auf eine Besiedlung bis in die Bronzezeit hin, und im späten 14. Jahrhundert verstärkte das Haus Savoyen die Befestigungen. Die alte Festung wurde später aufgegeben und verfiel, während das Dorf sich zu einem Wohnort entwickelte.
Der Name stammt möglicherweise von einer phönizischen Göttin, doch heute ist das Dorf vor allem für seine engen Gassen und seine Kunsthandwerksateliers bekannt. Besucher treffen hier auf kleine Galerie-Werkstätten, in denen lokale Künstler Keramik, Schmuck und gewebte Stoffe herstellen und dabei oft die Tür offen lassen.
Der Aufstieg durch die Gassen erfordert festes Schuhwerk und eine gewisse Kondition, da die Treppen steil und uneben sind. Wer früh am Morgen oder außerhalb der Hauptsaison kommt, kann die Wege ohne große Menschenmengen erkunden.
Am oberen Rand des Dorfs steht ein exotischer Garten auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg, der Kakteen, Agaven und Sukkulenten aus mehreren Kontinenten versammelt. Zwischen den Pflanzen stehen Skulpturen der Künstlerin Jean-Philippe Richard, die weibliche Formen aus Eisen und Stein darstellen.
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