Chassigny, Marsmeteroit in Chassigny, Frankreich
Chassigny ist ein Meteorit aus dem Mars, der 1815 in der gleichnamigen Gemeinde im Nordosten Frankreichs niedergegangen ist und zu einer eigenen Gruppe von Marsmeteoriten gehört, den sogenannten Chassigniten. Er besteht hauptsächlich aus Olivin und enthält auch Pyroxen, Feldspat und Oxidminerale in einer kristallinen Struktur.
Der Meteorit schlug am 3. Oktober 1815 in der Gemeinde Chassigny in der Haute-Marne ein, als Zeuge des Einschlags ihn kurz nach dem Fall einsammelte. Erst Jahrzehnte später erkannten Wissenschaftler, dass er vom Mars stammt, was das Verständnis des Sonnensystems grundlegend veränderte.
Der Begriff "Chassignit" bezeichnet heute eine ganze Gruppe von Marsgesteinen, die nach dem Fundort des Meteoriten in Frankreich benannt wurde. Wer ein solches Exemplar in einem Museum sieht, betrachtet also ein Stück, das einem ganzen wissenschaftlichen Begriff seinen Namen gegeben hat.
Fragmente des Meteoriten befinden sich heute in mehreren Museen und wissenschaftlichen Sammlungen in Frankreich und im Ausland, wo sie in Ausstellungen zu Planetenwissenschaften zu sehen sind. Ein Besuch in einem naturhistorischen Museum oder einem auf Astronomie spezialisierten Wissenschaftszentrum bietet die besten Chancen, ein Exemplar aus der Nähe zu betrachten.
Obwohl der Aufprall im Jahr 1815 von mehreren Menschen gehört wurde, wog das geborgene Gestein nur etwa 4 Kilogramm, was es zu einem der kleinsten bekannten Marsmeteoriten macht. Dieser geringe Umfang macht jedes Fragment besonders selten und wertvoll für wissenschaftliche Sammlungen.
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