Sens, Mittelalterliches Stadtzentrum in Yonne, Frankreich
Sens ist eine Stadt im Département Yonne in Burgund, rund 120 Kilometer südöstlich von Paris am Fluss Yonne gelegen. Das Zentrum gruppiert sich um die Kathedrale und zieht sich über mehrere sanfte Hügel bis zum Flussufer hin.
Die Siedlung trug in vorrömischer Zeit den Namen Agedincum und entwickelte sich ab dem 1. Jahrhundert vor unserer Zeit zu einem wichtigen römischen Verwaltungszentrum. Im Mittelalter wurde die Stadt Sitz eines Erzbistums, dessen Einfluss bis nach Deutschland reichte.
Der Name der Stadt erinnert an den keltischen Stamm der Senonen, die hier vor der römischen Zeit siedelten. In den Straßen des alten Zentrums wechseln sich Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit Steinfassaden aus späteren Epochen ab.
Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Gassen rund um die Kathedrale verbinden, wo sich enge Durchgänge und kleine Plätze abwechseln. Die Altstadt ist kompakt und lässt sich zu Fuß erkunden, während Parkplätze am Rand des Zentrums zur Verfügung stehen.
Die ersten gotischen Spitzbögen Frankreichs wurden hier ab 1135 erprobt, während andere Großbaustellen noch am romanischen Stil festhielten. Der Domschatz bewahrt liturgische Gewänder auf, die Thomas Becket bei seinem Aufenthalt in der Stadt im 12. Jahrhundert getragen haben soll.
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