Béthune, Mittelalterliche Kommune in Pas-de-Calais, Frankreich
Béthune ist eine Kommune im Département Pas-de-Calais im Norden Frankreichs, wo der Fluss Lawe auf den Kanal von Aire trifft. Der zentrale Platz wird von einem 47 Meter hohen Glockenturm aus dem Mittelalter überragt, umgeben von Gebäuden mit flämischen und Art-Déco-Elementen.
Die Stadt erlitt im Mai 1918 schwere Schäden durch deutsche Bombardierungen, die über 100 Zivilisten töteten und weite Teile der mittelalterlichen Bausubstanz zerstörten. Der Wiederaufbau prägte das Stadtbild mit einer Mischung aus traditionellen und modernen Stilelementen, die heute noch zu sehen sind.
Die örtliche Tradition lebt durch Riesenfiguren fort, die bei Umzügen durch die Straßen getragen werden, während Männer unter großen Röcken versteckt die Konstruktionen schieben und Musik erklingt. Diese Umzüge verbinden Generationen und zeigen den Gemeinschaftsgeist der Bewohner.
Die Bahnstation bietet sieben tägliche TGV-Verbindungen nach Paris sowie regionale Züge in benachbarte Städte Nordfrankreichs. Der zentrale Marktplatz und die umliegenden Straßen lassen sich bequem zu Fuß erkunden.
Der Glockenturm hat seine ursprüngliche Uhr verloren, doch lokale Handwerker installierten während des Wiederaufbaus ein neues Zifferblatt mit modernen Mechanismen. Die Kanäle, die sich durch das Stadtgebiet ziehen, wurden ursprünglich für den Kohletransport aus nahen Bergwerken angelegt.
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