Abtei Fontevraud, Mittelalterliche Abtei im Loire-Tal, Frankreich
Die Abtei Fontevraud ist ein mittelalterlicher Klosterkomplex in Fontevraud-l'Abbaye im Loiretal mit einer Kirche, Kreuzgängen und mehreren Klostergebäuden aus Stein. Die Anlage besteht aus verschiedenen Bereichen, darunter ein Kapitelsaal, ein Schlafsaal und eine runde Küche mit mehreren Kaminen, die alle durch gepflasterte Höfe miteinander verbunden sind.
Robert d'Arbrissel gründete dieses Doppelkloster für Mönche und Nonnen im Jahr 1101, wobei eine Äbtissin beide Gemeinschaften leitete. Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert Grabstätte der Plantagenets, darunter Eleonore von Aquitanien und ihre Familie.
Der Name Fontevraud stammt von einer Quelle ab, die einst auf dem Gelände entsprang und heute noch in der Nähe der Kirche zu sehen ist. Besucher bemerken die außergewöhnliche Küche mit ihren fünf Schornsteinen, die wie eine kleine Kapelle aussieht und zeigt, wie wichtig Feuer und Essen im Klosterleben waren.
Die meisten Räume sind ebenerdig und über gepflasterte Wege erreichbar, obwohl einige Bereiche Treppen haben. Audioguides sind an der Kasse erhältlich und helfen, die verschiedenen Gebäude und ihre Funktionen zu verstehen.
Bis 1792 wurde das Kloster ausschließlich von Äbtissinnen geleitet, oft aus französischen Adelsfamilien, die große Macht über Männer und Frauen hatten. Später diente das Gebäude mehr als 150 Jahre lang als Gefängnis, und Zellenwände aus dieser Zeit sind noch in einigen Räumen sichtbar.
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