Pointe du Hoc, Kap und Klippe in Cricqueville-en-Bessin, Calvados, Frankreich
Die Pointe du Hoc ist ein Landvorsprung an der normannischen Küste, dessen etwa 30 Meter hohe Klippe zum Ärmelkanal abfällt; davor steht eine freie Felsnadel im Wasser. Die Kuppe ist von Betonkasematten, offenen Geschützstellungen und einem H636-Beobachtungsbunker der Deutschen durchzogen. Auf der stumpfen Spitze der Nadel steht oft ein Vogel.
Die Deutschen befestigten diese Klippe ab 1943 als Stützpunkt 75 und stellten sechs erbeutete französische 155-mm-Geschütze in offenen Betonstellungen auf. Im April 1944 beschädigten alliierte Bomben einige Geschütze; die intakten wurden 1.300 m landeinwärts verlegt, während Attrappen in den Stellungen blieben. Am 6. Juni 1944 erklommen 225 Rangers unter Lieutenant Colonel James Earl Rudder die 25 bis 35 m hohe Klippe und hielten die Stellung.
Der Name Hoc stammt vom altenglischen hōc, das eine Landspitze oder ein Kap bezeichnete und auch in anderen normannischen Ortsnamen vorkommt. Jedes Jahr am 6. Juni erinnern Zeremonien am Ort an den Angriff am D-Day, und das Erklimmen der Klippe durch die Rangers wird von Veteranenverbänden und Vertretern gewürdigt.
Die Anlage liegt auf dem Gebiet von Cricqueville-en-Bessin, zwischen Utah Beach im Westen und Omaha Beach im Osten, etwa 6,5 km vom Zentrum von Omaha Beach entfernt. Besucher gehen auf den Wegen über die Hochfläche zwischen den Betonbunkern und Geschützstellungen; der Boden ist uneben und die Klippenkante ist nicht eingezäunt, daher sollte man auf den markierten Wegen bleiben. Die Klippe ragt 25 bis 35 Meter über einen etwa zehn Meter breiten Kieselstrand an ihrem Fuß auf.
Die Geschütze, für deren Zerstörung die Rangers die Klippen erklommen, waren nicht mehr dort: In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1944 brachten die Deutschen die intakten Rohre 1.300 m landeinwärts in einen Hohlweg und stellten Attrappen in die leeren Geschützstellungen. Rund 380 Tonnen Bomben fielen vor dem D-Day auf die Landspitze.
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