Batterie Longues-sur-Mer, Deutsche Artilleriebatterie an den Klippen der Normandie, Frankreich
Die Batterie von Longues-sur-Mer ist eine deutsche Artillerieanlage an Nordfrankreichs Steilküste mit vier in Beton eingefassten Geschützstellungen auf 60 Metern Höhe über der Baie de Seine. Die Anlage umfasst neben den Geschützkasematten auch Munitionslager und einen Feuerleitstand sowie Informationstafeln, die ihre Rolle während des Krieges erklären.
Deutsche Truppen errichteten die Batterie zwischen September 1943 und April 1944 als Teil des Atlantikwalls gegen eine alliierte Invasion. Die Anlage spielte eine Schlüsselrolle bei den Kämpfen am D-Day und wurde später von den Alliierten erobert.
Die Anlage zeigt, wie deutsche Ingenieure die Landschaft für Verteidigungszwecke umgestaltet haben und beeindruckt durch ihre massive Bauweise aus Beton. Besucher erkennen an den erhaltenen Geschützen und Bunkerstrukturen, wie durchdacht die Konstruktion war, um feindliche Angriffe abzuwehren.
Die Besichtigung der Kasematten und Bunker ist zu Fuß gut möglich, mit Informationstafeln, die den Weg erleichtern und Hintergrundinformationen geben. Besucher sollten beachten, dass einige Bereiche uneben sind und dass Taschenlampen für die dunklen Innenbereiche hilfreich sein können.
Die Batterie bewahrt vier originale 150-mm-Marinegeschütze in ihren Kasematten, was sie zur einzigen derart vollständig erhaltenen Installation in der Normandie macht. Diese Geschütze stammen von Kriegsschiffen ab und zeigen die ungewöhnliche Wahl von Marinewaffen für eine Landverteidigung.
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